Die Kunst der Sonntagsruhe: Wie du dein Nervensystem für die neue Woche auflädst

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Achtsamkeit

Die Kunst der Sonntagsruhe: Wie du dein Nervensystem für die neue Woche auflädst

Simone Christine Schraner
21. Dezember 2025
12 Min Lesezeit

Die Kunst der Sonntagsruhe: Wie du dein Nervensystem für die neue Woche auflädst

Der Sonntag hat eine besondere Qualität. Er ist der Tag zwischen den Welten – zwischen dem Abschluss der vergangenen Woche und dem Beginn der neuen. Für viele Menschen ist der Sonntag jedoch paradoxerweise ein Tag der Unruhe. Der sogenannte "Sunday Scaries" oder Sonntagsblues beschreibt das Gefühl von leichter Angst und Anspannung, das oft am Sonntagnachmittag einsetzt, wenn die Gedanken bereits um die Aufgaben der kommenden Woche kreisen.

Doch der Sonntag bietet eine einzigartige Chance: Er ist der perfekte Zeitpunkt, um Herzkohärenz nicht nur als Übung, sondern als Haltung zu praktizieren.

Warum der Sonntag oft Stress auslöst

Aus Sicht unseres Nervensystems ist der Übergang vom Wochenende (Freizeit, Autonomie) zur Arbeitswoche (Verpflichtung, Struktur) ein Wechsel, der Energie kostet. Unser Gehirn, das auf Vorhersagbarkeit liebt, beginnt bereits Stunden im Voraus, mögliche Szenarien durchzuspielen.

  • Der Sympathikus wird aktiv: Wir denken an Meetings, Deadlines und To-Dos.
  • Die Atmung wird flacher: Unbewusst bereiten wir uns auf "Kampf oder Flucht" vor.
  • Die Präsenz geht verloren: Wir sind mental bereits im Montag, während unser Körper noch im Sonntag ist.

Diese Diskrepanz zwischen Körper (Hier) und Geist (Dort) erzeugt Stress. Genau hier setzt die Herzkohärenz an.

Herzkohärenz als Sonntagsritual

Herzkohärenz hilft uns, diese Lücke zu schließen. Indem wir Herz und Gehirn synchronisieren, signalisieren wir unserem Nervensystem: "Es ist sicher. Ich bin hier. Ich habe Ressourcen."

Eine einfache Sonntags-Praxis

Nutze diesen Sonntag, um ein kleines Ritual der Kohärenz zu etablieren. Du brauchst dafür nur 10 Minuten.

  1. Schaffe einen Raum: Setze dich an einen ruhigen Ort. Vielleicht mit einer Tasse Tee oder Blick ins Grüne.
  2. Verbinde dich mit deinem Atem: Beginne mit der 4-4-Atmung. Atme 4 Sekunden ein, atme 4 Sekunden aus. Sanft und gleichmäßig.
  3. Aktiviere das Herzgefühl: Lege eine Hand auf dein Herz. Spüre die Wärme.
  4. Die Frage der Woche: Frage dein Herz (nicht deinen Kopf): "Was brauche ich, um gut in die neue Woche zu starten?"

Die Antwort des Herzens ist oft überraschend einfach. Vielleicht ist es "mehr Schlaf", "ein Spaziergang" oder "Gelassenheit". Es ist selten eine To-Do-Liste.

Die Weisheit der Pferde am Sonntag

Pferde kennen keinen Sonntag und keinen Montag. Sie leben in einem ewigen Jetzt. Wenn wir Pferde am Sonntag beobachten, sehen wir, wie sie Energie sparen. Sie dösen, kraulen sich gegenseitig das Fell oder stehen einfach nur da.

Sie laden ihre Batterien auf, nicht indem sie nichts tun, sondern indem sie verbunden sind – mit der Herde und mit sich selbst.

Wir können von ihnen lernen, dass "Aufladen" nicht bedeutet, vor dem Fernseher zu betäuben (was oft zu noch mehr Erschöpfung führt), sondern in eine bewusste Verbindung mit uns selbst zu gehen.

Dein Vagusnerv liebt Langsamkeit

Der Sonntag ist der ideale Tag, um den Vagusnerv zu nähren. Er liebt:

  • Langsame Bewegungen: Ein Spaziergang ohne Ziel.
  • Soziale Verbundenheit: Ein entspanntes Gespräch mit einem Freund oder Partner.
  • Singen oder Summen: Das vibriert im Kehlkopf und stimuliert den Vagusnerv direkt.
  • Dankbarkeit: Ein kurzer Rückblick auf die Woche: Was war gut?

Fazit: Den Sonntag zurückerobern

Lass uns den Sonntag wieder zu dem machen, was er sein sollte: Ein Tag der heiligen Ruhe. Nicht als Flucht vor der Woche, sondern als bewusste Vorbereitung. Wenn du heute Abend ins Bett gehst, versuche es mit einer Runde Herzkohärenz statt Social Media. Dein Nervensystem wird es dir am Montagmorgen danken.

Ich wünsche dir einen wundervollen, kohärenten Sonntag.


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